Unser Jahr 2015 – Merci pour la musique!

GlühweinDas Jahr neigt sich dem Ende zu, und auch der Romanistik-Chor blickt auf ereignisreiche und wunderbar musikalische 12 Monate zurück. Hier ein kleiner Rückblick – Fotos zu allen Ereignissen findet ihr in unserer Bilder-Galerie.

2015: Ein Jahr, in dem wir unsere Mitgliederzahl verdoppelt, unser Repertoire um spannende Stücke mit bis zu 8 verschiedenen Stimmen erweitert und hochtrabende Pläne geschmiedet haben. Und ein weiteres Jahr, in dem wir mit der richtigen Dosis aus Ehrgeiz, Leidenschaft und ganz viel Spaß unsere Mission weiter vorangetrieben haben: romanische Sprachen singend erkunden und feiern.

Im Frühjahr durften wir uns über einen berstend vollen Saal bei unserem Semesterkonzert in der KSStV Alemannia freuen. „Viva la musica“ – das Motto des Konzerts, ließ uns die romanisch-sprachige Musik aller Epochen mit einer entschiedenen Portion Selbstironie in allen Varianten besingen, im Tutti, im A-Cappella-Ensemble und mit  instrumentalen Beiträgen. Danke dafür!

Im Frühsommer verbrachten wir mit der neuen Semester-Truppe ein sonniges Probenwochenende im Kloster Ochsenhausen. Was wir dort erarbeiteten, wollten wir diesmal allerdings auf eine etwas andere Weise zu Gehör bringen. Von der überwältigenden Anzahl schutzsuchender Geflüchteter in München beeindruckt nahmen wir Kontakt mit den Erstaufnahmestellen auf und durften in der McGraw-Kaserne und gleich zweimal in der Bayern-Kaserne auftreten. Bei diesen Konzerten der anderen Art wurde wieder einmal klar: Musik, Rhythmus, Melodie und ein herzliches Lachen sind die universellen Sprachen zwischen allen Menschen dieser Welt. Eine Welt, die plötzlich ganz klein wird. Auch wenn die wenigsten Flüchtlinge aus romanischsprachigen Ländern kommen – die Botschaft war klar und es wurde so viel mitgesungen, mitgeredet, umarmt und gelacht wie bei sonst keinem anderen Konzert. Die einzigartigen Begegnungsmomente prägen uns bis heute. Besonders gerührt waren wir von einer Gruppe Flüchtlingskinder, die sich mit eingeübten deutschen Liedern bei uns bedankten und von zwei albanischen Studenten, die im Anschluss an unseren Auftritt für eine Weile unsere Proben besuchten.

Abgeschlossen wurde das Sommersemester wie üblich mit der Umrahmung der Absolventenverabschiedung im Institut für Romanistk der LMU im Juli.

Im Oktober ging es nicht nur musikalisch frisch los, auch im Management trafen wir ein paar wichtige Entscheidungen: Ab jetzt wird der Chor von einem grandiosen Orga-Team organisiert und als eingetragener Verein mit Vorstand und Geschäftsführung gegründet. Außerdem werden wir dem LandesChorVerband Bayern beitreten und unsere erste Auslandsreise in Angriff nehmen: Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. 2016 geht es nach Modena, um dort gemeinsam mit dem famosen Coro Luigi Gazzotti ein Programm der italienischen und deutschen Opern-Literatur zu erarbeiten und innerhalb eines Begegnungskonzertes aufzuführen. Wir sind gespannt und proben schon jetzt eifrig Wagner, Verdi und viel mehr.

Um dem teilweise sehr anspruchsvollen Programm gleich einen ordentlichen Anschub zu geben, trafen wir uns Ende November zum Probenwochenende, diesmal auf dem idyllisch-verschneiten Berghof Agatharied. Neben der intensiven Probenarbeit kam der Genuss an diesem Wochenende nicht zu kurz. Sagenhaft gutes Essen, selbst angebaut und zubereitet von den herzlichen Gastgebern, wilde Schneeballschlachten im frisch gefallenen Schnee, märchenhaftes Alpenpanorama, endlose Massage-Sessions und heiße Tanznächte. Und drei eigensinnige Esel auf der Wiese für alle weiteren Streichelbedürfnisse. Nachdem dieses Semester wieder viele neue SängerInnen zu uns gestoßen sind, bot das Probenwochenende auch eine schöne Gelegenheit, sich untereinander besser kennenzulernen.

Pünktlich zu Weihnachten war es so weit: die Vereinsgründung! Die Unterzeichnung der Satzung und die Wahl des Vorstandes wurden selbstverständlich hochoffiziell begangen, unter Anwesenheit der Chormitglieder, zu den feierlichen Klängen der „Ode an die Freude“, mit viel Sekt, allerlei Leckereien und wilden Wichtelgeschenken. Ab jetzt vertreten Katharina Ritschel, Franziska Spohr, Simon Warta, Sophia Grundner-Culenmann und Andreas Tittert unseren Verein und werden sich in Zusammenarbeit mit den Helfern aus dem Chor um alle organisatorischen Aufgaben kümmern.

Derart beflügelt trafen wir uns schon am darauffolgenden Abend wieder, um Besucher der Christkindlmärkte in der Innenstadt mit erlesenen Weihnachtsliedern aus aller Herren Länder zu beglücken. Ausgehend vom Weißenburger Platz, über das Sendlinger Tor bis zum Marienplatz hatten wir schnell ein gut gelauntes, internationales Publikum zusammen, das sich über unsere deutschen, italienischen, französischen, spanischen und ja, auch portugiesischen (ausnahmsweise sogar englischen) Weihnachtslieder sichtlich freute. Lustig war auch unsere spontane Darbietung in der S-Bahn: Handys wurden gezückt, Filmchen gedreht, Selfies gemacht. Und wir, wir wissen nun, dass „Tourdion“ exakt so lange dauert, wie die S-Bahn-Fahrt vom Isartor zum Marienplatz.

Nach all diesen Aktivitäten gönnen wir uns nun zwei Wochen erholsame Weihnachtsferien und freuen uns schon auf ein erlebnisreiches Jahr 2016, in dem wir uns auf zu unseren römischen Wurzeln machen werden. Ab jetzt also: „Viva Italia!“

Wir wünschen euch ein gesegnetes neues Jahr und freuen uns, wenn ihr zahlreich auf unser Konzert im März 2016 kommt – oder im neuen Semester mal bei einer Probe vorbeischaut.
Es wird sich lohnen 🙂

 

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